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16.07.2010, 14:04 Uhr
Gratulation an Svenja Schulze
Brief an Wissenschaftsministerin

Sehr geehrte Frau Schulze,

ich gratuliere Ihnen herzlich zur Ernennung als Wissenschaftsministerin in Nordrhein-Westfalen. Obgleich wir unterschiedliche Parteibücher haben, übersteigt die Freude, dass ein „Münsteraner“ dieses so wichtige Amt innehat, jegliche politische Differenzen.

Ich wünsche Ihnen eine glückliche Hand bei den anstehenden Entscheidungen, und hoffe dass meine Partei wenig Gelegenheiten bekommt, Entscheidungen im Wissenschaftsbereich kommentieren zu müssen.

Als ehemaliger Hochschulbeauftragter der CDU Münster liegt mir das Thema Bildung und Wissenschaft in meiner Heimatstadt Münster besonders am Herzen.

In der Vergangenheit war ich mit einigen Entscheidungen der Landesregierung nicht einverstanden. Ich bedanke mich, dass Sie damals ebenfalls zu diesen Themen Stellung bezogen haben.

So empfahl die Landesregierung der Stadt Münster, sich als Gesundheitsstandort zu profilieren. Dieses deckt sich übrigens mit dem Ergebnis der Prognos-Studie, welche die Stärken Münsters und des Münsterlandes analysieren sollte.

Es folgte allerdings der Abzug des LIGA und, was meiner Meinung nach noch schwerer wiegt, eine Ausschreibung für einen Gesundheitscampus, an welcher sich Münster nicht beteiligen durfte. Eine Teilnahme sei lediglich Ruhrgebietsstädten vorbehalten.

Man müsse sich vorstellen, die Fußball-WM finde in Deutschland statt und Gelsenkirchen und Dortmund dürften sich nicht bewerben ....

Dieses sind Punkte, die Sie angesprochen haben, wo ich auf eine Verbesserung hoffe.

Obwohl es mich freut, dass eine Münsteranerin nun Wissenschaftsministerin ist, erlaube ich mir auf die Fußstapfen hinzuweisen, welche die vorige Landesregierung nun hinterlässt.

Die Stundentenwohnheime in Münster werden für über 20 Millionen Euro saniert, die Batterieforschung mit über fünf Millionen und das Max-Planck-Institut mit Millionen gestärkt.

Der größte Anteil des Konjunkturpaktes für Hochschulen des Landes landete ebenfalls in Münster.

Und diese Fußstapfen sind wohl nicht so leicht zu übersehen .... sie werden als Maßstab für Ihre Funktion als Landtagsabgeordnete einer Regierung sowie als Ministerin herangezogen werden.

Ich hoffe, dass nun nicht der gewohnte politische Rollentausch vonstatten geht, das poltern auf der einen sowie das lamentieren auf der anderen Seite.

Sie werden einen nicht ganz unerheblichen Einfluss darauf haben dem polischen Gepflogenheiten den Nährboden zu entziehen.

Mit freundlichem Gruß
Adrian Ziomek

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